
11 Glaubenssätze, die ich geändert habe, um die Welt mit einer Perspektive zu sehen, die mich voranbringt, statt zu hemmen.
Jul 28, 2024Glaubenssätze prägen unsere Wahrnehmung. Unsere Wahrnehmung bestimmt, wie wir das Leben bewerten, welche Chancen wir sehen oder ob wir alles als Bedrohung einstufen.
Bewusste Arbeit an den Glaubenssätzen ist vielleicht der größte Game Changer, den wir vornehmen können. Stellen wir uns in diesem kritischen Bereich besser auf, verändert das alles:
- wie wir mit Hindernissen umgehen
- wie wir Rückschläge verarbeiten
- wie wir Prioritäten setzen
- ob wir das Hier und Jetzt genießen oder in den Fehlern der Vergangenheit oder den Ängsten der Zukunft leben
- ob wir an die eigene Limitierung glauben oder an unsere Kreativität und Fähigkeit, Probleme zu lösen
Es gibt keinen Lebensbereich, der nicht von unseren Glaubenssätzen beeinflusst wird.
Wir können unsere Glaubenssätze dem Zufall oder der Gesellschaft überlassen. Aber Fakt ist, wenn wir keinen eigenen Kurs, keine eigenen Filter wählen, mit denen wir die Realität interpretieren, wird jemand anderes uns diese Filter vorgeben.
Und es werden immer Filter sein, die seinen Zielen dienen, nicht unseren.
Proaktiv an die Umgestaltung und Optimierung der eigenen Glaubenssätze zu gehen, ist als Voraussetzung, das Leben zu leben, das wir uns vorstellen und die Entscheidungen zu treffen, Gewohnheiten zu etablieren, die diesem Ziel zuträglich sind.
Hier sind 6 Glaubenssätze, die ich geändert habe und die einen massiven Einfluss auf mein Leben hatten:
1. "Ich muss!" → "Ich darf!"
Ich überlege, was sich im Moment wie eine Last anfühlt, das ich jedoch sehr vermissen werde, wenn es nicht mehr da ist.
✖ "Ich muss meine Kinder abholen.”
✔ "Ich darf meine Kinder abholen und Zeit mit den Menschen verbringen, die ich am meisten liebe."
✖ "Ich muss Sport machen, um gesund zu bleiben.”
✔ "Ich darf meinen Körper bewegen und nutzen, wofür er gemacht ist."
2. "Ich wurde abgelehnt." → "Ich wurde neu ausgerichtet."
Ablehnung ist die Art des Lebens zu sagen: "Versuche einen anderen Weg" oder “Du bist NOCH nicht gut genug.”
In 10 Jahren werde ich auf diese Momente als wichtige Wendepunkte in meinem Leben zurückblicken. Sie geben mir den Hinweis, wo ich noch Defizite habe, woran ich arbeiten muss, wenn ich diese Sache wirklich will.
Eventuell kann ich aber auch neu evaluieren, ob dieses Ziel wirklich so wichtig für mich ist, wie ich zunächst dachte.
✖ "Sie haben nein gesagt, der Traum ist ausgeträumt."
✔ "Sie haben nein gesagt, das heißt, ich bin noch nicht bereit. Zeit, sich darauf zu konzentrieren und ernst zu machen."
3. "Ich kann nicht." → "Ich kann noch nicht."
Ein Meister hat mehr Misserfolge erlebt als ein Anfänger überhaupt versucht hat.
Wenn ich noch nicht auf dem gewünschten Niveau bin, bedeutet das nur, dass ich noch nicht genug geübt habe.
Im Gegensatz zu weit verbreiteten Ansichten glaube ich, dass Vergleiche gut sind, auch zu Leuten, die im Moment weit außerhalb der Reichweite scheinen. Das Problem kommt erst, wenn ich die Lücke zwischen ihnen und mir als Maßstab für meinen Wert als Mensch nehme.
Ja, Elon Musk ist viel reicher als ich. Aber deswegen bin ich kein schlechterer Mensch. Er beherrscht diesen speziellen Skill nur besser und ich kann durch Übung und Anstrengung versuchen, die Lücke zu schließen.
Der wichtigste Indikator für den “Erfolg” eines Menschen im Leben ist nicht sein Intellekt oder sein Elternhaus. Es ist die Postleitzahl - das Umfeld, in dem er aufgewachsen ist und damit die Menschen, mit denen er sich vergleicht. Perspektive…
✖ "Ich kann das nicht"
✔ "Ich kann das noch nicht, aber wenn ich dran bleibe, werde ich es schaffen."
4. "Ich habe versagt." → "Welche Lektion gibt es hier zu lernen?"
Das einzige wirkliche Scheitern ist, nicht aus seinen Fehlern zu lernen.
Das Prinzip der “Novelty Search” sagt, dass wir die Schritte und Erkenntnisse, die in der Zukunft vor uns liegen, nicht kennen können. Wir müssen uns Unbekannte treten, um den nächsten Schritt erkennen zu können. Dabei sind Fehler unvermeidlich und notwendig.
Die Alternative ist, auf der Stelle stehen zu bleiben und nichts zu tun.
Alles, was im Leben dauerhaft stillsteht, stirbt.
✖ "Ich bin gescheitert, das ist wohl nichts für mich."
✔ "Das ist gescheitert, was kann ich das nächste Mal anders und besser machen?"
5. "Ich kann nicht mehr, ich gebe auf." → "Ich ändere meine Richtung."
Zu wissen, wann man eine Situation verlassen sollte, die einem nicht mehr dient, ist eine wichtige Fähigkeit im Leben. Manchmal muss man den falschen Berg wieder hinuntersteigen, um den richtigen besteigen zu können.
Um das erkennen zu können, wann es eine Situation ist, in der Anstrengung notwendig ist, den Widerstand zu überwinden, oder wann es Zeit ist, sich neu auszurichten - dafür braucht es Reflexion: Regelmäßiges Abstand nehmen und Nachdenken.
✖ "Ich habe 5 Jahre in das investiert, ich kann jetzt nicht aufgeben."
✔ "Ich habe 5 Jahre in das investiert, es ist besser, jetzt die Reißleine zu ziehen und mich auf etwas zu konzentrieren, das mir Freude bereitet."
6. "Ich bin nicht kreativ. Ich war nie gut darin." → "Kreativität kommt in verschiedenen Ausprägungen und ist eine Fähigkeit, die ich entwickeln kann."
Kreativität ist keine angeborene Fähigkeit, sondern eine, die durch Übung und offenes Denken gefördert wird.
Auf ein grundlegendes Prinzip reduziert, ist es die Fähigkeit, Verbindungen zu finden, wo vorher keine waren - als die Fähigkeit, Probleme zu lösen.
✖ "Ich bin nicht kreativ, das überlasse ich anderen."
✔ "Ich kann meine Kreativität trainieren, indem ich neue Dinge ausprobiere und offen für ungewöhnliche Ideen bin."
7. "Ich bin ein Opfer der Umstände." → "Nur ich bin verantwortlich für mein Leben."
Es ist leicht, sich als Opfer der Umstände zu sehen, aber Eigenverantwortung zu übernehmen bedeutet, die Kontrolle über das eigene Leben zurückzugewinnen.
Ich frage mich immer, gibt oder gab es jemanden, der mit vergleichbaren Umständen ähnliche Hindernisse überwunden hat? Meistens ist die Antwort ja. Und dann kann ich es auch.
✖ "Das passiert mir immer, und ich kann nichts dagegen tun."
✔ "Ich entscheide, wie ich auf Herausforderungen reagiere und welche Maßnahmen ich ergreife, um meine Situation zu verbessern."
8. "Ich bin nicht gut genug. Das liegt außerhalb meines Könnens." → "Ich habe Stärken und Fähigkeiten und muss nur einen Weg finden, sie bei diesem Problem anzuwenden.”
Selbstzweifel können lähmend sein, aber das Bewusstsein für den eigenen Wert und das eigene Potenzial stärkt das Selbstvertrauen. Hier kommt das Element Erfahrung ins Spiel:
Je öfter ich mich Herausforderungen stelle, desto mehr Beweise schaffe ich, dass ich diese Probleme lösen kann. Und diese dienen mir als Quelle für die Gewissheit, auch die nächste Hürde nehmen zu können.
✖ "Ich werde nie gut genug sein, um das zu schaffen."
✔ "Ich habe schon viele schwierige Situationen gemeistert und werde weiter daran arbeiten, meine Fähigkeiten zu verbessern."
9. "Ich habe keine Zeit." → "Ich mache das, was wichtig ist, zur Priorität."
Stress entsteht oft durch das Gefühl, zu wenig Zeit zu haben.
Effektives Zeitmanagement bedeutet, klare Prioritäten zu setzen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Um darüber Klarheit zu haben, braucht es Zeit zum Nachdenken und Reflektieren.
✖ "Ich bin ständig beschäftigt, ich habe keine Zeit für das, was mir wichtig ist."
✔ "Ich werde meine Zeit bewusster planen und Prioritäten setzen, um Raum für das zu schaffen, was mir wirklich wichtig ist."
10. "Alles ist zu viel." → "Ich nehme mir bewusst Zeit, um zu regenerieren."
In einer hektischen Welt ist es wichtig, sich regelmäßig Zeit zur Entspannung und Regeneration zu nehmen. Das hilft, Stress abzubauen und die mentale Gesundheit zu fördern.
Erholung ist nicht die Belohnung für effiziente Arbeit, sondern die Voraussetzung.
✖ "Ich kann mir keine Pause leisten, ich muss das fertigstellen."
✔ "Erholung ist wichtig, um neue Energie zu tanken und langfristig leistungsfähig zu bleiben und mein volles Potenzial zu nutzen."
11. "Ich habe zu viele Erwartungen von anderen zu erfüllen" → "Ich definiere meine eigenen Standards. Ich bin der einzige Mensch der vollen Kontext über mein Leben besitzt, meine Ziele kennt und keine Interessenskonflikte hat."
Oft fühlen wir uns von den Erwartungen anderer überwältigt, was zu Stress und Unzufriedenheit führt.
Wenn wir reflektieren, die eigenen Werte und Ziele klar definieren und danach zu handeln, können wir zwar die Meinung andere in Betracht ziehen. Aber entscheidend sind nur unsere eigenen Standards. Wenn wir abends in den Spiegel schauen, wissen wir genau, ob wir alles gegeben haben oder ob wir das Spiel betrogen haben.
✖ "Ich muss den Erwartungen anderer gerecht werden.”
✔ "Ich werde meine eigenen Standards und Ziele festlegen und diese regelmäßig prüfen und bei Bedarf anpassen."
Ich hoffe, dass diese Herangehensweise dem ein oder anderen vielleicht hilft, einige der eigenen Glaubenssätze zu finden, die ihn zurückhalten und in einer Perspektive und damit in einem Leben gefangen halten, dass so viel weniger ist, als es sein könnte.
Ich sage nicht, dass es leicht ist, aber die Arbeit lohnt sich.
#StartYourJourney #EveryDayIsANewChance
- Marcel
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