
Der Kampf gegen die Unsichtbare Epidemie: Wie Fettleibigkeit und chronische Krankheiten unsere Gesellschaft untergraben
Nov 10, 2024Wenn ich mit meinen Jungs im Sommer ins Bad gehe, bin ich immer wieder erschrocken, wie sehr die Zahl der übergewichtigen Kinder zugenommen hat.
Das geht weit über ästhetische Präferenzen hinaus.
Die gesundheitlichen Implikationen sind gravierend. Typ-2-Diabetes. Krebs. Herz-Kreislauferkrankungen. All diese chronischen vormals “Alterskrankheiten” sind auch unter Kindern und Jugendlichen auf dem Vormarsch. Selbst Alzheimer-Patienten werden immer jünger.
Eine der Hauptursachen ist unsere Ernährung.
Und woher haben all diese Kinder ihre schlechten Ernährungsgewohnheiten? Von uns. Den Erwachsenen. Wir leben es ihnen vor und sie übernehmen diese Gewohnheiten.
Deswegen ist es so wichtig, dass wir diese Zusammenhänge verstehen.
Wenn wir es schon nicht für uns tun, dann wenigstens für unsere Kinder.
Um den Teufelskreis zu durchbrechen, müssen wir die wahren Ursachen und Zusammenhänge verstehen und aktiv an Lösungen arbeiten.
1. Fettleibigkeit als globale Gesundheitskrise
Fettleibigkeit ist nicht nur ein individuelles Problem, sondern die größte Form der Mangelernährung weltweit.
Die alarmierenden Statistiken zeigen, dass es fast doppelt so viele übergewichtige Menschen wie Hungernde gibt.
Dies ist ein gravierendes Problem, das nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen beeinträchtigt, sondern auch massive Kosten für unsere Gesundheitssysteme verursacht.
Jährlich steigen die Kosten für die Gesundheitsversorgung aufgrund der Behandlung von Krankheiten, die mit Fettleibigkeit verbunden sind.
Ein klares Zeichen für die Versäumnisse unserer Gesellschaft in Ernährungsfragen.
2. Die perverse Logik der Gesundheitsindustrie
Die “Gesundheitsindustrie”, insbesondere Versicherungsunternehmen und Pharmafirmen, profitiert von der Behandlung chronischer Krankheiten. Punkt.
Das schafft Anreize, gesunde Lebensweisen und präventive Maßnahmen zu vernachlässigen und stattdessen auf teure Medikamente und Behandlungen zu setzen.
Wir erfinden Medikamente und subventionieren diese auch noch mit Steuergeldern, die unser Hungergefühl unterdrücken, damit wir abnehmen, anstatt über eine gesunde Ernährung und Bewegung dafür zu sorgen, dass wir überhaupt nicht erst übergewichtig werden.
Über 90% der Ausgaben im Gesundheitswesen entfallen auf die Behandlung chronischer Krankheiten, während präventive Maßnahmen ignoriert werden.
Es ist entscheidend, dass wir das System ändern und auf eine Gesundheitsversorgung drängen, die Prävention statt Behandlung priorisiert.
3. Die Zusammenhänge zwischen chronischen Krankheiten
Die Gesundheitsversorgung behandelt Krankheiten oft isoliert (Kardiologen, Neurologen, Diabetologen etc.), was dazu führt, dass wir die zugrunde liegenden Ursachen, wie z. B. Blutzuckerregulation und Stoffwechselerkrankungen, nicht erkennen.
Krankheiten wie Herzkrankheiten, Diabetes und sogar Alzheimer sind oft Symptome eines größeren Problems. Statistiken zeigen, dass 90% der medizinischen Kosten und 9 von 10 Todesursachen durch vermeidbare und umkehrbare Lebensstil-Entscheidungen verursacht werden.
Ein ganzheitlicher Ansatz ist notwendig, um diese Probleme anzugehen.
4. Die Rolle der Ernährung in unserer Gesundheit
Die industrialisierte Landwirtschaft und die Zunahme von hoch verarbeiteten Lebensmitteln haben die Ernährung der meisten Menschen in den letzten 50-70 Jahren stark verändert.
Lebensmittel, die einst reich an Nährstoffen waren, haben aufgrund von Monokulturen und chemischen Düngemitteln an Qualität verloren. Ein Beispiel ist, dass Tomaten heute ca. 70% weniger Nährstoffe enthalten als noch vor 50 Jahren.
Dies hat erhebliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit und zeigt, wie wichtig es ist, wieder zu natürlichen und unverarbeiteten Lebensmitteln zurückzukehren.
(Wer zu diesem Thema mehr erfahren möchte, findet vertiefende Informationen in unserem E-Mail-Kurs “Natural Nutrition”).
5. Die Sucht nach verarbeiteten Lebensmitteln
Hoch verarbeitete Lebensmittel wurden von der Zigarettenindustrie als süchtig machende Produkte entwickelt.
Die Verbindung zwischen der Zigarettenindustrie und der Lebensmittelproduktion ist alarmierend. Viele der großen Lebensmittelkonzerne wurden einst von Tabakunternehmen übernommen, die ihr Wissen über Suchtverhalten auf die Lebensmittelindustrie übertrugen.
Diese Strategie hat zu einer massiven Verbreitung von ungesunden Lebensmitteln geführt, die in unseren Regalen dominieren.
Bewusste Entscheidungen beim Einkauf und der Verzehr von natürlichen Lebensmitteln können helfen, diese Abhängigkeit zu brechen.
6. Die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels in der individuellen Gesundheitsvorsorge
Um die Herausforderungen im Gesundheitswesen zu bewältigen, ist ein grundlegender Paradigmenwechsel erforderlich.
Prävention und Aufklärung müssen in den Mittelpunkt gerückt werden, um chronischen Krankheiten vorzubeugen. Die Implementierung von Bildungsprogrammen über Ernährung und Lebensstil in Schulen und Gemeinschaften kann dabei helfen, zukünftige Generationen besser aufzustellen.
Eigenverantwortung bleibt aber unerlässlich.
Wir können nicht darauf warten und hoffen, dass externe Stellen das für uns regulieren. Wir müssen unsere Gesundheit in die eigenen Hände nehmen: uns bilden und lernen und bewusste, informierte Entscheidungen treffen.
Niemand ist an unserer Gesundheit so interessiert wie wir selbst.
Gelingt dieser Paradigmenwechsel im Denken der Menschen, wird das nicht nur die Gesundheit der Menschen verbessern, sondern auch die wirtschaftliche Belastung verringern.
Praktische Tipps
Hier sind einige konkrete Handlungsanweisungen und Takeaways, die dir helfen können, aktiv zu werden und positive Veränderungen in deinem Leben zu bewirken:
- Ernährungs-Journal führen: Beginne, ein Tagebuch über deine Essgewohnheiten zu führen. Notiere alles, was Du isst und trinkst, um ein besseres Verständnis für Deine Ernährung zu entwickeln. Das kann Dir helfen, ungesunde Muster zu erkennen und bewusstere Entscheidungen zu treffen.
- Bewusste Einkaufsentscheidungen treffen: Erstelle eine Einkaufsliste, bevor Du zum Einkaufen gehst, und halte dich strikt daran. Vermeide den Kauf von verarbeiteten Lebensmitteln und konzentriere Dich auf frische, unverarbeitete Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und mageres Protein.
- Wöchentliche Bewegungsziele setzen: Plane jede Woche feste Zeiten im Kalender für körperliche Aktivitäten ein. Sei es ein Spaziergang, Radfahren oder Training im Fitnessstudio. Setze Dir realistische Ziele, um mindestens 150 Minuten moderaten Sport pro Woche zu absolvieren, und steigere dies allmählich.
- Gesundheitsbildung fördern: Informiere Dich über die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Bewegung und Gesundheit. Nutze Bücher, Online-Kurse oder Workshops, um Dein Wissen zu erweitern und neue, gesunde Gewohnheiten zu entwickeln. Teile Dein Wissen mit Freunden und Familie, um eine gesundheitsbewusste Gemeinschaft zu schaffen.
- Stressmanagement praktizieren: Integriere Entspannungsübungen in deinem Alltag, wie Meditation, “Journaling” oder Atemtechniken. Diese Praktiken können helfen, Stress abzubauen, was sich positiv auf Deine allgemeine Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt. Setze Dir das Ziel, täglich mindestens 10 Minuten für solche Aktivitäten einzuplanen.
(Wie man neue Gewohnheiten aufbaut und dauerhaft implementiert, findest du in unserem E-Mail-Kurs “Healthy Habits”)
Fazit
Die Zeit, zu handeln, ist jetzt.
Fettleibigkeit und chronische Krankheiten sind nicht nur individuelle Herausforderungen, sondern gesellschaftliche Epidemien, die angegangen werden müssen.
Durch Aufklärung, präventive Maßnahmen und bewusste Ernährung können wir einen Wandel herbeiführen.
Jeder von uns hat es in der Hand, Verantwortung für seine Gesundheit zu übernehmen und einen positiven Beitrag zu einer gesünderen Gesellschaft zu leisten.
Bis zum nächsten Mal.
- Marcel
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